MUSIK-KLANG

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Obertongesang

Nennt man eine Stimmtechnik, bei der der Eindruck erweckt wird, dass eine Person zwei Töne zur selben Zeit singt.

Dies geschieht über gezielte Modulation im Mundraum mithilfe der Zunge (ähnlich dem Maultrommelspiel), wodurch aus dem Gesamtklang der Stimme diejenigen Obertöne, die nicht erwünscht sind, herausgefiltert werden, sodass ein Oberton neben dem Grundton als deutliches Pfeifen im Raum stehen bleibt, ähnlich einer Flöte.

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hier eine Tonleiter im Obertongesang:

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Obertöne

Sind ganzzahlige Vielfache einer Grundschwingung. Sie klingen immer rein, wobei sie zum Teil  von der temperierten Stimmung abweichen.

Obertöne sind beispielsweise die Flageolett- Töne bei einer Gitarre, die man unter anderem beim Stimmen der Saiten zu Hilfe nehmen kann.

Die Obertonskala (= die Tonleiter, die nur aus ganzzahligen Vielfachen der Grundschwingung besteht) wird auch Naturtonreihe genannt. Musikalisch verwendet wird sie beispielsweise beim Alphorn, der Maultrommel oder dem Obertongesang.

Unterschiede in der Klangfarbe der menschlichen Stimme bei verschiedenen Personen gehen auf unterschiedlich stark ausgeprägte Obertonanteile zurück. Daher klingen zwei Menschen nie gleich, auch wenn sie denselben Ton singen.

Obertöne kommen in allem an Klängen vor, sie gehören zu den  Ur-Klängen, aus welchen sich alles an Musik entwickelt hat. Daher haben Obertöne eine intensive Wirkung auf Körper, Geist und Seele.

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Entwicklung

Der Obertongesang kommt ursprünglich aus der Mongolei.
Im mongolischen Obertongesang wird, im Gegensatz zum westlichen Obertonstil, der Kehlkopf verengt, wodurch die Stimme etwas gepresst klingt.
Der Vorteil hierbei ist, dass der Grundton dadurch leiser ist und somit der Oberton vergleichsweise lauter zu hören ist.

Die dortige Bezeichnung für Obertongesang ist Sygyt, es gibt außerdem  die  Tieftontechnik Kargyraa, hiermit kann man eine Oktave tiefer singen als es normalerweise möglich wäre. Es ist auch möglich, den Kargyraa mit Obertönen zu kombinieren. Außerdem gibt es diverse traditionelle Instrumente, wie z.B. die Pferdekopfgeige, mit denen der Gesang oftmals begleitet wird.

Im westlichen Obertonstil sind Grund- und Oberton gleichberechtigt und der Kehlkopf wird nicht verengt, was den europäischen Hörgewohnheiten entgegenkommt sowie den Grundtonwechsel und den Wechsel zwischen Obertongesang und klassischer Gesangstechnik erleichtert.

Der westliche Obertongesang hat sich recht unabhängig von den mongolischen Gesangstechniken entwickelt.

Der westliche Obertongesang wird eingesetzt in Meditationsmusik, Filmmusik, in den “Obertonchören”, die es sich zur Aufgabe machen, den Obertongesang mit klassischen Chorklängen zu kombinieren, sowie in Kombination mit anderen Musikstilen wie dem Jazz oder der Avantgarde.

mehr Info zu Obertongesang finden Sie hier.